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Der Steppenwolf im Heidelberger Theater


13 November 2017 | By Ke Chaopu | SISU

T heaterbesuch ist mir fremd, desto mehr freute ich mich, hier in Heidelberg die Chance zu haben, mit meinen Studienkollegen das Theater zu besuchen.

Aufgeführt wurde Hermann Hesses „Steppenwolf“. Diesen Roman kenne ich schon lange und war deshalb ganz neugierig, wie die Regisseurin Bernadette Sonnenbichler die Schmerzen von Harry Haller, das Geheimnis im magischen Theater und seine Alpträume inszenierte und das Stück auf die Bühne brachte.

Der Auftakt war außergewöhnlich: Fünf Schauspieler zwängten sich durch die Reihen der Zuschauer, als ob sie zu spät kämen. Mit Müh und Not stiegen sie auf die Bühne. Die Zuschauer brachen in schallendes Gelächter aus, während der Vorhang aufging. Dieser humorvolle Effekt begleitete das ganze Stück. Für mich bedeutete es auch, dass die Menschen, die mit anderen auf der Welt leben, stets auf der Suche nach ihrem eigenen Platz sind.

Es überraschte mich auch, wie das Stück das „Traktat“ im „Steppenwolf“ präsentierte. Langsam kam ein kleiner Bildschirm zum Vorschein, auf dem ein Animationsfilm gezeigt wurde, während der Hauptdarsteller unten Platz nahm und ihn zusammen mit den Zuschauern anschaute. Früher hatte ich geglaubt, dass es unmöglich wäre, das „Traktat“ auf der Bühne darzustellen. Doch es wurde durch die Animation und Synchronisation von vier anderen Darstellern geschafft.

Das Bühnenbild war auch faszinierend. Vorhänge und Folien trennten die Spielorte in vier Räume, jedoch waren sie durchlässig, so dass die Regisseurin Schattenspiele inszenieren konnte. Dadurch wurde der Widerstreit zwischen der menschlichen und wölfischen Seite und das Auftreten der magischen Figuren, nämlich Goethe und Mozart gespiegelt. Mit einer drehbaren Bühne verwandelten sich die vier Räume in tausende Räume, durch die sich tausende Illusionen im sogenannten magischen Theater reflektieren ließen. Wenn Harry Haller eine Tür aufmachte, durfte er mit einem anderen Leben experimentieren. Wie ich es mir nach der Lektüre des Romans vorgestellt habe, sahen die Szenen nun wirklich so aus.

Die Schauspielkunst der Darsteller hat mich auch beeindruckt. Marco Albrecht war für mich ein hervorragender Harry Haller. Als Hauptrolle lag er zum Schluss schwitzend und halbnackt auf dem Boden, da das Stück ihn so viel Mühe gekostet hatte. Die Darstellerin von Hermine, Sheilia Eckhardt spielte fantastisch, aber meine Lieblingsschauspielerin war Katharina Quast. Ihre Rolle als Goethe in Harrys Traum und als Mozart hinter der Tür des magischen Theaters hatte mich schwer beeindruckt, da sie Merkwürdigkeit und Lebenskraft mit unglaublicher Körpersprache dargestellt hat.

Hesses „Steppenwolf“ ist schon seit langem Kult. Es war schön, im Theater die Magie, den Humor und die Intention des Romans nachzuempfinden.

(Verfasser: Germanistikstudent des 3. Jahrgangs und gegenwärtig als Austauschstudent in Heidelberg; Korrektur: C. H. Y. & A. P.)

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